
Es gibt Rabbinerinnen und nicht nur Rabbiner! Und dass die erste Rabbinerin der Welt aus Deutschland stammt, darüber staunten die meisten Frauen, die der Einladung der AsF zur Führung durch die Pforzheimer Synagoge gefolgt waren.

Es gibt Rabbinerinnen und nicht nur Rabbiner! Und dass die erste Rabbinerin der Welt aus Deutschland stammt, darüber staunten die meisten Frauen, die der Einladung der AsF zur Führung durch die Pforzheimer Synagoge gefolgt waren.
Die jüdische Religion und Kultur ist seit Jahrhunderten auch Bestandteil der deutschen Gesellschaft, doch das Wissen um die einzelnen Aspekte jüdischen Lebens ist eher gering. Die Arbeitsgemeinschaft der sozialdemokratischen Frauen möchte mit ihrer Veranstaltungsreihe „Interreligiöser Dialog“ für ein besseres Verständnis und mehr Miteinander werben, um Barrieren abzubauen, die durch Unkenntnis entstehen.
Andrew Hilkowitz, der 2.Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde, erläuterte die Entstehung der neuen Synagoge und nach einer Einführung in die Abläufe des Gottesdienstes, ermutigte er die SPD-Frauen: „ Sie können mir jede Frage stellen, es gibt keine Tabu-Fragen!“
Vom Tempelbau in Jerusalem über die Frage nach der Abstammung „wann ist man eigentlich Jude oder Jüdin?“ bis hin zu Fragen wie „was bedeutet koschere Küche und was ist Schächten?“, Andrew Hilkowitz antwortete kenntnisreich und kurzweilig. Über die jüdische Gemeinde in Pforzheim berichtete er, dass die meisten der rund 400 Mitglieder säkulare Juden, also nichtreligiöse, weltliche Juden seien. Die Synagoge selber ist orthodox geführt, das ist erkennbar an der Trennung von Männern und Frauen im Gebetsraum. Die Frage der SPD-Frauen nach Gleichberechtigung und ob diese Trennung damit überhaupt vereinbar sei, wurde mit Hinweis auf unterschiedliche Gebetsvorschriften für Männer und Frauen beantwortet. Zum Ende der Führung konnten noch die sechs Thorarollen bewundert werden.
Die AsF-Vorsitzenden Jacqueline Roos und Uschi Bodemer bedankten sich für die hochinteressante Führung und geben den Hinweis auf die Veranstaltung zum Europäischen Tag der jüdischen Kultur am 7. September 2008 gerne weiter!
Die nächste Veranstaltung der AsF im Rahmen des Interreligiösen Dialogs findet im Buddhistischen Zentrum in Karlsruhe statt, der Termin wird noch bekannt gegeben. Alle Termine der AsF sind auch auf der Homepage der Pforzheimer SPD veröffentlicht.
Homepage SPD Enzkreis/Pforzheim