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Immer mehr Unterrichtsausfall - aber die Landesregierung setzt den Lehrernachwuchs auf die Straße

Veröffentlicht am 26.06.2007 in MdB und MdL

MdL Thomas Knapp: "Es darf nicht sein, dass der Lehrernachwuchs die Sperrung von 870 Lehrerstellen ausbaden muss"

Mühlacker/Stuttgart (p) – Die Nichteinstellung von weit über 5.000 Junglehrern stößt bei der SPD-Landtagsfraktion auf massive Kritik. Mit dieser Massenentlassung sei nun als Konsequenz der Sperrung von 870 Lehrerstellen genau das eingetreten, was die SPD schon vor Monaten befürchtet hat, die Landesregierung aber hartnäckig geleugnet habe, sagte der SPD-Abgeordnete Thomas Knapp.
Dazu der SPD-Schulexperte Norbert Zeller: Die Leidtragenden dieser "verfehlten Schulpolitik" seien neben den Schülerinnen und Schülern nun in der Tat auch der Lehrernachwuchs. Er forderte die Landesregierung auf, alle Lehramtsanwärter in den Schuldienst zu übernehmen und ihnen zumindest eine Teilzeitstelle anzubieten. "Es darf nicht sein, dass der Lehrernachwuchs die Sperrung von 870 Lehrerstellen durch die Landesregierung ausbaden muss", so Zeller.
Die Folgen dieser Sperrung seien bereits während der Haushaltsberatungen abzusehen gewesen. Deshalb habe die SPD schon damals gefordert, alle rechnerisch frei werdenden Lehrerstellen zu halten und habe dafür auch konkrete Finanzierungsvorschläge unterbreitet.
Knapp: "Die Sperrung von Lehrerstellen hat nicht nur die Glaubwürdigkeit der CDU/FDP-Landesregierung untergraben, sie zementiert auch die gravierende Ungerechtigkeit bei der Verteilung von Bildungschancen in Baden-Württemberg."
Neben den negativen Folgen für die Einstellungschancen von Junglehrern hat die Lehrerstellensperre nach den Worten Knapps auch gravierende Konsequenzen für die Unterrichtsversorgung. Der SPD lägen zahlreiche Rückmeldungen von Eltern und Schulen aus dem ganzen Land vor, wonach weiterhin viel Unterricht ausfällt, die Mittel für Krankheits- und Mutterschaftsvertretungen längst ausgeschöpft sind, und viele Schulen in ihrer Not Eltern bitten müssten, als Aushilfslehrer einzuspringen.
Helmut Zorell, Pressesprecher,
Timo Steinhilper

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