Knapp schreibt Brief an Innenminister Rech
„Der Katastrophenschutz im Enzkreis muss auch zukünftig leistungsfähig und gut ausgestattet sein“, so Thomas Knapp, SPD-Landtagsabgeordneter für Pforzheim und den Enzkreis. Hintergrund sind die Überlegungen des Landes Baden-Württemberg und des Bundes, den Katastrophenschutz im Land weiterzuentwickeln.
Knapp sieht – wie auch die Verantwortlichen beim Deutschen Roten Kreuz Pforzheim (DRK) - für den Enzkreis ein besonderes Gefahrenpotential, da die A8, die Schnellbahntrasse Stuttgart-Mannheim sowie eine Gaspipeline den Enzkreis durchqueren. Außerdem liegt der Enzkreis im Bereich der Einflugschneise des Flughafens Stuttgart. Viele gute Gründe also, um sich über die zukünftige Ausstattung und Struktur des Katastrophenschutzes Gedanken zu machen.
Die Landesregierung denkt darüber nach, so Knapp, die Anzahl der Einsatzeinheiten im Land um über 20% zu reduzieren. Sicherlich auch mit Folgen für Pforzheim und den Enzkreis. Nach der Reform des Katastrophenschutzes sollten nach Meinung von Thomas Knapp mindestens vier der bisher fünf Einsatzeinheiten in der Region verbleiben. Auch beim Abzug der Bundesfahrzeuge – diese sollen umgerüstet werden – sieht Knapp Klärungsbedarf. Die Fahrzeuge sollten schrittweise und nicht abrupt abgezogen werden. Den größten Klärungsbedarf sieht der SPD-Landtagsabgeordnete jedoch aktuell bei der zukünftigen Ausstattung mit Sanitätseinheiten. Hier sollen nur noch die Hälfte der rund 90 Sanitätseinheiten mit einer Sanitäts- und Betreuungskomponente ausgestattet werden. Diese Planungen, so seine Meinung, dürfen auf keinen Fall Realität werden. Ansonsten sieht er, wie auch viele Fachleute vor Ort, die Gefahr, dass bei größeren Einsätzen die Betreuung verunglückter Personen nicht mehr voll gewährt werden kann.
„Ich habe den Innenminister gebeten, zu den Planungen der Landesregierung Stellung zu beziehen. In etwa vier Wochen wissen wir dann mehr “, so Knapp, der mit seinem Schreiben an Innenminister Rech auf ihm vorliegende, vom DRK-Kreisverband Pforzheim angestellte Überlegungen, reagiert.
Die SPD-Landtagsfraktion, verspricht er, werde beim Thema Katastrophenschutz auch weiterhin am Ball bleiben. Schließlich habe man schon zu Beginn der Legislaturperiode dazu Initiativen im Landtag eingebracht.
Timo Steinhilper