SPD Straubenhardt

Für Straubenhardt. Für Dich.

Massiver Unmut der Eltern mit G8

Veröffentlicht am 21.10.2008 in Landespolitik

Ergebnisse für Pforzheim und den Enzkreis liegen nun vor

Die Eltern in Pforzheim und im Enzkreis stellen dem achtjährigen Gymnasium (G8) in Baden-Württemberg ein miserables Zeugnis aus. Das ist das Ergebnis einer von Thomas Knapp MdL durchgeführten Elternbefragung.

„Auch viele Eltern aus Pforzheim und dem Enzkreis haben sich an der Befragung der SPD beteiligt und so zu dem überwältigenden Rücklauf von landesweit über 10.000 Fragebögen beigetragen. Dies zeigt den riesigen Unmut der Eltern mit der hohen Belastung ihrer Kinder und der gesamten Familie durch das G8“, so Thomas Knapp.

Im Enzkreis sind laut dieser Befragung fast 75 Prozent der Eltern mit dem G8 „sehr unzufrieden“ oder „eher unzufrieden“. In Pforzheim sind es über 70 Prozent. Über 75 Prozent der Eltern in Pforzheim kritisieren, dass die Belastung der Kinder durch das G8 zu hoch ist. Im Enzkreis sind es sogar über 80 Prozent. In über 60 Prozent der Fälle haben die Kinder laut Angaben der Pforzheimer Eltern eine Gesamtstundenbelastung (Unterricht, Hausaufgaben, Stoffwiederholung) von mehr als 40 Stunden pro Woche. Im Enzkreis sind es über 70 Prozent (73,3 Prozent). „Diese Zahlen sind eine schallende Ohrfeige für die verkorkste Einführung des G8 durch die CDU/FDP-Landesregierung. Wenn Kultusminister Rau behauptet, in 85 Prozent der Fälle funktioniere das G8 problemlos, verschleiert er die Realität“, kritisierte Knapp.

Ein weiteres Ergebnis zeige den Unmut der Eltern überdeutlich: Fast 80 Prozent der Eltern im Enzkreis (79,4 Prozent) würden sich – wenn es am Gymnasium ihres Kindes einen G8-Zug und einen G9-Zug gäbe – für den G9-Zug entscheiden. Ähnlich sehen die Zahlen für Pforzheim aus. Dort würden sich über 70 Prozent der Eltern (71,4 Prozent) für G9 statt für G8 entscheiden. „Wenn auch vier Jahre nach der verbindlichen G8-Einführung 70 bis 80 Prozent der Eltern ihr Kind lieber in einen G9-Zug schicken würden, dann ist das eine Bankrotterklärung für CDU und FDP“, so Thomas Knapp.

Als Konsequenz aus der Elternbefragung fordert Knapp, den Wunsch der Eltern auf Wahlfreiheit zu respektieren und künftig Anträge von Schulen, die parallel zur G8-Konzeption einen G9-Zug einführen wollen, zu genehmigen. Die Landesregierung müsse diese Möglichkeit in das Schulgesetz Baden-Württembergs aufnehmen.

Neben der Option eines parallelen G9-Zuges müsse aber auch das G8 grundlegend reformiert werden. Thomas Knapp fordert, die Stofffülle der Bildungspläne zu reduzieren, den hohen Unterrichtsausfall durch zusätzliche Stellen für Krankheitsstellvertretungen zu bekämpfen, mit der 2. Fremdsprache grundsätzlich erst in der 6. Klasse zu beginnen sowie die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler zu verbessern und hierzu die Gymnasien und die anderen Schularten zu echten Ganztagsschulen auszubauen.

Die SPD-Landtagsfraktion möchte die Ergebnisse ihrer Elternbefragung und daraus zu ziehende Konsequenzen direkt mit den Betroffenen diskutieren. Thomas Knapp lädt deshalb zu einer Veranstaltung ein:

„G8 / G9 – wie soll es weitergehen?“
Samstag, 29. November 2008, 10.15 – 13.00 Uhr
Landtag Stuttgart

Bei Interesse kann das Programm auf der Sonderseite der SPD-Landtagsfraktion zur Bildungspolitik http://bildungsaufbruch.bawue.spd.de/ abgerufen werden.

Timo Steinhilper

Homepage SPD Enzkreis/Pforzheim

Unsere Frau in Berlin

Katja Mast