Nach Königsbach-Stein ging eine von bundesweit sechs Statuen des früheren Bundeskanzlers Willy Brandt – dafür hat sich Katja Mast eingesetzt. Die Skulptur steht ab sofort im Foyer der Willy-Brandt-Realschule. Die Schule trägt damit nicht nur den Namen des großen SPD-Politikers, sondern freut sich auch noch über ein Abbild der Original-Statue, die im Willy-Brandt-Haus in Berlin steht.
Das Original stammt von Künstler Rainer Fetting, sechs Abbildungen wurden bundesweit an Schulen verteilt – auf Initiative des SPD-Chefs Sigmar Gabriel. Dieser hatte sich Im August des vergangenen Jahres in einem Brief an alle Willy-Brandt-Schulen in Deutschland gewandt und sie um ihre Bewerbungen gebeten.
Der Rektor der Schule, Dieter König, konnte sich für diese Idee genauso begeistern wie Katja Mast: „Die Königsbacher Realschule ist die einzige Schule südlich der Main-Linie, die eine Statue erhalten hat. Das freut mich sehr. Ich habe die Schule sehr gerne bei ihrem Anliegen, eine Abbildung für ihr Foyer zu erhalten, unterstützt.“ Willy Brandt habe mit seiner geistigen Kraft die deutsche Demokratie der Nachkriegszeit entscheidend geprägt. Zudem erinnerte Mast daran, dass es Brandt war, der das Bafög im Jahr 1971 eingeführt und damit einen Meilenstein in der Bildungspolitik gesetzt hat.
Das Original der Statue kann seit 1996 im Foyer des Willy-Brandt-Haus in Berlin besichtigt werden. Für die Zeit von Baumaßnahmen musste die Statue in eine Holzverkleidung gepackt und durch zweidimensionale Duplikate ersetzt werden. Als der Umbau abgeschlossen war, wurden die Duplikate nicht mehr gebraucht und die SPD entschloss sich, sie an Schulen in ganz Deutschland zu verteilen, die Willy Brandts Namen tragen.